Verfasst von veloregister am Fr, 2010-11-12 10:17
Basel - Gestohlene Velos finden nur in den seltensten Fällen zu ihren Besitzern zurück. Das Problem verschärft sich mit der beschlossenen Aufhebung der Velo-Vignette. Abhilfe bringt die zentrale Registrierung der Velos unter veloregister.ch
Velofahrerinnen und Velofahrer kennen das. Lässt man sein Velo auch nur kurze Zeit unbeaufsichtigt, ist es möglicherweise schon weg. Jedes Jahr werden in der Schweiz gegen 50 000 Velos im Wert von über 60 Millionen gestohlen. Dies sind nur die Velos, deren Besitzer eine Anzeige bei der Polizei machen. Die Polizei rechnet dazu mit einer Dunkelziffer, die doppelt so hoch ist. Die Aufklärungsquote von Velodiebstählen ist extrem niedrig. Nur knapp drei Prozent aller in der Schweiz gestohlenen Velos kommen zu ihren ursprünglichen Besitzern zurück.
Die geringe Aufklärungsquote lässt sich mit der Schwierigkeit erklären, die rechtmässigen Eigentümer der aufgegriffenen Velos ausfindig zu machen. Mit den früheren Velonummern aus Blech war dies noch einfacher. Jedes Velo hatte seine eigene Nummer und der Name der Besitzer war bei der Polizei registriert. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass viele Velobesitzer sich weder Marke noch Fahrgestellnummer merken oder irgendwo aufschreiben. Die Zuordnung und Aushändigung aufgefunde-ner Fahrräder wird so fast unmöglich.
Inskünftig wird die Rückgabe aufgefundener und gestohlener Velo schwieriger und die Aufklärungsquote noch tiefer sein. Denn der Nationalrat hat am 22. September 2010 beschlossen, die Velovignette abzuschaffen. Damit geht auch die letzte Verbindung zwischen der öffentlichen Hand und den Velofahrenden verloren Zudem verschwindet eines der Merkmale, nach denen die aufgefundenen Velos identifiziert und rückgeführt werden könnten. Die Schaffung eines staatlichen, zentralen Veloregisters, lehnt der Bundesrat kategorisch ab (siehe Fernsehbeitrag „10vor10“ sf-tv )*.
*http://www.videoportal.sf.tv/video?id=60da4c6f-d5c7-4bf6-aeb0-b83768155417
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Peter Kolb / veloregister.ch
Firmenportrait:
Ein zentrales Veloregister ist auf privater Basis allerdings bereits im Aufbau. Der Grundgedanke ist einfach - je mehr Velos registriert sind, desto schwieriger wird es für Velodiebe, gestohlene Velos zu verkaufen. Wer auf Nummer sicher gehen will, registriert sein Velo, bevor es gestohlen wird, bei www.veloregister.ch. Auf dieser Website wird auch erklärt, wie man vorgeht. Die Anmeldung ist übrigens kostenlos, die Gebühr von 13 Franken ist ein einmaliger Beitrag und wird erst bei der Registrierung eines Velos fällig. Dann gibt es auch ein Sicherheitsetikett und einen Velo-Pass. Bereits gestohlene Velos können kostenlos registriert und ausgeschrieben werden. Fachhändler können gratis auf der Website werben.
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Peter Kolb
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